Dummes Geld

Dummes Geld! Genau so müsste es heißen! Ohne Anlagestrategie wird jedem Heilsbringer blind gefolgt.

Egal was Experten zu dem Thema sagen, die meisten setzen auf “die Weisheit der Massen”.

Mit „Social Investing“ oder auch „Social Trading“ liegen Sie voll im Trend. Diese neue Spielart des Geldanlegens setzt auf die „Weisheit der Massen“. Auf Internetplattformen legen Anleger ihre Handelsstrategien mit Musterdepots offen, was „Follower“ zur Nachahmung anregt. Letztlich können diese User den vorgestellten Strategien folgen. Das Social Investing wird mitunter als kostengünstige Alternative zur professionellen Vermögensverwaltung oder zu einem Fondsmanager beworben. Die Finanzaufsicht BaFin listet auf ihren Internetseiten neben den möglichen Vorteilen auch die potenziellen Risiken auf. Darauf weist die Aktion „Finanz Wissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Die “Geiz ist Geil” Mentalität könnte man es auch nennen. Alles was nichts kostet ist Gut und Alles was billig ist kaufe ich.

So können Anleger auf diesen Plattformen Strategien einsetzen, die sie selbst für erfolgreich halten, aber nicht unbedingt mit den Bedürfnissen und Anlagezielen des Sparers übereinstimmen. Durch die im Social Investing und Social Trading häufiger eingesetzten Derivate sind beispielsweise auch schnellere und höhere Verluste möglich.

Das Social Investing kann eine ganzheitliche Anlagestrategie daher nicht ersetzen. Ein vernünftiger Vermögensaufbau braucht seine Zeit. In einem ersten Schritt sollten sich Anleger deshalb Gedanken Darüber machen, was die eigenen finanziellen Ziele und Möglichkeiten sind. Ein Berater kann dabei helfen und ein maßgeschneidertes Vermögenskonzept entwickeln. Erst im Anschluss geht es an die Auswahl der Produkte.

Ein ähnlicher Trend ist die Anlage in Indexfonds. Diese werden massiv beworben mit einem Kostenvorteil. Was passiert denn in einem Index? Wann kommt ein Unternehmen in den Index und wann muss es den Index wieder verlassen? Immer mehr Geld wird in passive Fonds investiert und wird damit “dummes Geld”. Ein Unternehmen was zum Beispiel in den “DAX” kommt, muss eine gewisse Größe erreicht haben. Sowohl gemessen am Handelsumsatz an der Börse als auch nach dem Marktwert der frei verfügbaren Anteile (also dem sogenannten Streubesitz) muss ein Unternehmen zu den 25 größten deutschen Börsenwerten zählen.

Genauso schnell wie sie hereinkommen, können sie wieder hinauskatapultiert werden.

Wer nun in einen Index investiert der kauft automatisch nach Aufstieg dieses Unternehmens die Anteile. Das Unternehmen was den Index verlassen hat, von den Anteilen wird sich getrennt. Ob dies nun bei näherer Betrachtung Sinn macht, dass sei dahingestellt, denn passiv investiertes Geld fragt nicht nach und ist deshalb “dummes Geld”. Das Wachstum hat das aufgenommene Unternehmen dann meist hinter sich und ob die Entwicklung gut weiterläuft? Das fragt der passive Ansatz nicht nach. Wenn das Unternehmen kurz darauf den Index wieder verlässt, weil der Kurs gefallen ist, dann wird natürlich der Anteil wider verkauft. So können schnell Verluste realisiert werden, obwohl die Kurve des Index etwas anderes sagt. Zudem kann dieser Ansatz wie ein Brandbeschleuniger wirken, wenn automatisierte Systeme uns das Denken abnehmen.

Weitere ungebrochene Trends sind das Bausparen, das Sparbuch, die Lebensversicherung, das Gold. Was bringen uns Garantien und schöne Versprechungen? Meist haben alle eines gemeinsam, hinterher ist es meist weniger Wert. Trotz Niedrigzins wehren sich die Sparer erfolgreich. Allen Experten zum Trotz züchten Sie weiter dummes Geld und folgen gehorsam weiter der Herde. Was produzieren diese Anlagen? Können wir ES essen? Können wir den Es anziehen? Sind wir an dem was wir täglich Verbrauch beteiligt? Nein! Warum? Wir trauen dem was wir täglich verbrauchen nicht. Absurd!!!

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