Vom Leben ohne Krankenversicherung in Deutschland

Obwohl gesetzlich vorgeschrieben leben ohne Krankenversicherung hierzulande zehntausende ohne Krankenversicherungsschutz. Eine Rückkehr ins System fällt umso schwerer, je länger man draußen ist. Denn die Beiträge für die unversicherte Zeit müssen nachgezahlt werden. Vor allem Selbstständige mit schmalem Einkommen verzichten dann lieber auf den Schutz, hinzukommen Randgruppen wie Obdachlose oder illegale Einwanderer. Offiziell gibt die Bundesregierung die Zahl der Menschen ohne Versicherungsschutz mit 80.000 an (2014), wobei die Dunkelziffer kaum seriös geschätzt werden kann, aber beträchtlich sein dürfte.

Die Ärzte dürfen allerdings auch unversicherten Personen die Behandlung nicht verweigern. Lediglich in begründeten Ausnahmefällen, etwa bei überlaufener Praxis, dürfen Patienten wieder weggeschickt werden. Wer nach der Behandlung keine Versichertenkarte vorlegt, erhält eine Privatrechnung, die auf den üblichen Inkasso-Wegen beigetrieben wird. Übrigens dürfen die Krankenkassen bei Rückkehrern keine Kulanz walten lassen, auch wenn sie wollen: Die ausstehenden Beiträge müssen eingefordert werden, nötigenfalls bis zur eidesstattlichen Versicherung.

Vermeintliche Lösungen bietet hier scheinbar die Europäische Krankenversicherung. Die Aufnahme erfolgt in einem Moratoriums Verfahren, es erfolgt keine Gesundheitsprüfung. Für Schäden welche in den letzten fünf Jahren aufgetreten sind, muss 2 Jahre Schadensfreiheit bestehen. Warum sprechen wir vom Schaden? Weil es sich um eine Schadensversicherung handelt.

Damit sind wir auch schon bei den Nachteilen der Versicherungsform.

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– Es werden keine Rücklagen nach Art der Lebensversicherung gebildet.

– Die Beiträge werden jährlich neu festgelegt. (jährliche Anpassung nach Schadensentwicklung und Schadensrisiko)

– Kündigungsrecht des Versicherers und Verlust des Versicherungsschutzes bei fehlender Beitragszahlung.

– Viele Leistungen sind ausgeschlossen oder werden nur in eingeschränktem Umfang erbracht.

– In vielen Bereichen nicht Anerkannt, wie z. B. für den Arbeitgeberanteil oder bei Sozialversicherungsträgern.

– Gesetzliche Regelungslücken werden hiermit umgangen, wie die Nachzahlung von Beiträgen bei Nichtversicherung, gesetzlicher Zuschlag in der PKV und Kündigungsrecht.

Diese Versicherung stellt keinen dauerhaften Ersatz für eine etablierte Versicherungsform dar, da diese Absicherung mit Sicherheit mit steigendem Alter unbezahlbar wird, weil einfach jegliche Rücklagen fehlen.

Es werden geltende gesetzliche Regelungen umgangen, welche zum Schutz der Versichertengemeinschaft und der Steuerzahler eingeführt wurden.

Leistungsobergrenzen in den Tarifen sollten sehr genau betrachtet werden. “Geiz ist beim Thema Gesundheit überhaupt nicht geil!”

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