Was genau ist eigentlich der „Effektivzins“?

„Effektivzins“ Auf die Gesamtkosten kommt es an!

Finanzwissen kommt in der Schule bekanntermaßen zu kurz, obwohl das Interesse laut Umfragen groß ist. Entsprechende Wissenslücken zeigen sich auch beim Thema Effektivzins. Diese wichtige Kenngröße sagt den meisten Bundesbürgern wenig bis gar nichts, wie das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Bremen erhoben hat.

Ihrer Umfrage zufolge haben 36 Prozent der Deutschen das Wort noch nie gehört; 32 Prozent kennen es zwar, können es aber nicht mit Inhalt füllen. Nur vier von zehn Befragten wussten, dass der Effektivzins höher als der Sollzins ist. Sogar viele aktuelle und ehemalige Kreditnehmer können mit dem Begriff nichts anfangen – was einige viel Geld gekostet haben dürfte.

Beim Effektivzins handelt es sich gemeinhin um den effektiven Jahreszins, der die jährlichen Gesamtkosten eines Kredits in Prozent der Darlehenssumme angibt. Er sollte für einen Vergleich von Kreditangeboten herangezogen werden. Neben dem Sollzins enthält er auch eventuelle Gebühren, Prämien für eine Restschuldversicherung oder auch, bei Immobilienkrediten, die Grundschuldeintragung.

Worin unterscheiden sich Nominalzins und Effektivzins?

Im Bezug auf Kreditgeschäfte wird in der Regel zwischen Nominal und Effektivzins unterschieden. Bei einem Ratenkredit gewährt die Bank dem Kreditnehmer eine gewisse Summe an Geld, wie der Name bereits verrät, meist monatlich in Raten an die Bank zurückgezahlt werden muss. Bevor die Bank einen Kredit gewährt, wird jedoch zunächst die Bonität eines jeden Antragstellers überprüft. Die Bonitätsprüfung gibt Auskunft darüber, zu welchem Zinssatz dem Kunden die erforderliche Kreditsumme zur Verfügung gestellt werden kann. Je besser die Bonitätsprüfung, desto besser der Zinssatz. Achten Sie darauf, dass im Bezug auf den Zinssatz zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins unterschieden wird.

Nominalzins

Der Nominalzins gibt an, wie hoch die Zinsen für ihren Kredit pro Jahr sind. Er dient zur Berechnung der zu zahlenden Zinsrate seitens des Kreditnehmers. Die monatlichen Raten setzen sich zusammen aus dem Nominalzinssatz und der zuvor vereinbarten Höhe der monatlichen Rate. Im Endeffekt ist der Nominalzins identisch zu dem angebotenen Zinssatz, mit dem das reine Darlehn verzinst wird. Dieser Zinssatz wird in der Regel auf die Laufzeit des Vertrags festgelegt.

Effektivzins

Der Effektivzins ist eine Erweiterung des Nominalzinses. Neben dem Nominalzinssatz enthält der Effektivzins noch zusätzliche Kosten, die bei der Aufnahme des Kredits anfallen. Dazu gehören zum Beispiel mögliche Bearbeitungskosten, Auszahlungskosten, Zinsfestschreibungsdauer oder ähnliches. Alle Nebenkosten, die zusätzlich zu dem Nominalzins anfallen, werden ebenfalls auf die monatlichen Raten aufgeteilt. Der Effektivzinssatz ist demnach das Ergebnis aller preisbestimmenden Faktoren, sprich die Gesamtkosten des Darlehns pro Jahr in Prozent. Sollte kein konkreter Effektivzinssatz für die gesamte Laufzeit festgelegt worden sein, so spricht man auch von einem anfänglichen Effektivzins.
Die Kreditinstitute sind dazu angehalten den Effektivzins bei einer Kreditanfrage anzugeben, um dem Kunden den Vergleich zwischen verschiedenen Kreditangeboten zu ermöglichen und zu vereinfachen. Mit Hilfe des Effektivzinssatzes haben Sie dann die Möglichkeit Darlehnsangebote mit der gleichen Zinsausschreibung zu vergleichen. Das setzt voraus, dass die Angebote in allen preisbestimmenden Faktoren übereinstimmen.

Wie findet man den günstigsten Effektivzins?

Nutzen Sie bei dem Vergleich der verschiedenen Angebote nie den Nominalzinssatz, sondern immer den Effektivzins, da die Kosten die von dem Effektivzins hinzukommen, sich von Bank zu Bank unterscheiden können und somit kein objektiver Vergleich möglich wäre. Überprüfen Sie zusätzlich, ob noch weitere Kosten für das gewünschte Darlehn auftreten können, die jedoch nicht im Effektivzins enthalten sind, wie zum Beispiel Grundschuldeintragungen oder Schätzungen.

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