Selbständige und Rente die Mythen

Selbständig und Rente die Mythen

Mythen über die Rente und Selbständige Unternehmer

So manches mal werden wir über Sachverhalte im Gespräch überrascht. Es ist immer wieder erstaunlich welche Weisheiten doch über die Absicherung  in der gesetzlichen Rentenversicherung kursieren. Dies betrifft allerdings nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch die Krankenversicherung. 

Zur Krankenversicherung nur ganz kurz:

Wenn Du dich kurz geringfügig anstellen lässt und sonst Selbständig bleibst, also deine Haupttätigkeit und Haupteinnahmequelle deine Selbständigkeit bleibt, dann kannst Du nicht die private Krankenversicherung verlassen und wieder gesetzlich versichert werden! Im Übrigen sollte die Entscheidung für welches Versicherungssystem man sich entscheidet immer auch in Abstimmung mit der Lebensplanung stehen. 

Die Mythen über die Rentenversicherung

In dem letztens geführten Gespräch zum Thema Rentenversicherung bekam ich erklärt, dass  doch für selbständige Gesetzeslücken und Tricks gibt, um in den Genuss einer Nachzahlung von Rentenbeiträgen zu kommen? Das Anliegen ist ganz klar, mit dem Altern wird den meisten bewusst, dass die Zeit endlich ist. Wer nicht von Beginn an vorsorgt, der kann die Zeit auch nicht mit Tricks und Gesetzeslücken schließen. Denn diese gibt es nicht. 

Dazu hier eine Broschüre der Rentenversicherung zum Thema freiwillige Beiträge.

Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung – wie die GRV Sie schützt

Dabei gibt es viele Lösungen und Angebote für Selbständige um für das Alter vorzusorgen.

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung

  • freiwillige Beiträge 
    • Möchtest Du in diesem Jahr freiwillige Beiträge für
      2019 zahlen, ergibt sich für dich als  Beitragssatz von
      18,6 Prozent
      > ein Mindestbeitrag von monatlich 83,70 Euro,
      > oder der Höchstbeitrag von monatlich 1246,20 Euro.
    • Du kannst dazwischen die Beitragshöhe frei bestimmen, für die Zukunft jederzeit ändern, die Zahlung einstellen und dann später wieder
      damit beginnen.
    • Grundsicherung und freiwillige Beiträge
      Hast Du Anspruch auf Grundsicherung im Alter oder
      bei Erwerbsminderung, wird dein Einkommen aus einer
      zusätzlichen Altersvorsorge ab 2018 nicht mehr vollständig angerechnet. Hierzu zählen auch Rentenzahlungen, die auf Zeiten einer freiwilligen Versicherung beruhen.
    • Rentenzuwachs 2019
      Du zahlst für das ganze Jahr 2019 monatlich. Dann kannst Du nach der Klammer deinen zukünftigen monatlichen Rentenanspruch sehen. Dieser errechnet sich aus den mit deinem Beitrag erworbenen anteiligen Rentenpunkten.
      Ihr monatlicher Rentenanspruch erhöht sich pro Jahr
      Beitragszahlung um rund
      Mindestbeitrag
      (83,70 Euro × 12 = 1 004,40 Euro) 4,45 Euro
      Durchschnittsbeitrag
      (579,39 Euro × 12 = 6 952,68 Euro) 30,78 Euro
      Höchstbeitrag
      (1 246,20 Euro × 12 = 14 954,40 Euro) 66,20 Euro
    • In der Regel kein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente 
  • Versicherungspflicht
    • Viele Selbständige sind bereits per Gesetz in der Rentenversicherung versicherungspflichtig. Handwerker sind Dies zum Beispiel in den ersten 18 Jahren, sofern sie ein zulassungspflichtiges Gewerbe ausführen.
    • Versicherungspflicht auf Antrag
      • Hast Du dich einmal für die Versicherungspflicht auf Antrag entschieden, kannst Du  diese nicht wieder kündigen. Sie bleibt so lange bestehen, wie Du selbständig tätig bist.
      • Du bekommst auch etwas dafür geboten.  Du erhältst auch den vollen Erwerbsminderungsschutz. Aber Du 
        musst die Versicherungspflicht spätestens 24 Monate nach dem Ausscheiden aus einer versicherten Beschäftigung oder Tätigkeit beantragen.
      • Beitragszahlung – Du hast die Qual der Wahl
        1. Regelbeitrag
          Du kannst ohne Rücksicht auf dein tatsächliches Arbeitseinkommen den vollen Regelbeitrag zahlen. Im Jahr 2019 sind es monatlich 579,39 Euro in den alten und
          533,82 Euro in den neuen Bundesländern.
        2. Einkommensgerechter Beitrag
          Anhand des letzten Einkommensteuerbescheides wird die Beitragshöhe ermittelt.
          In den alten Bundesländern sind dies 2019 mindestens 83,70 Euro und höchstens 1 246,20 Euro. In den neuen Bundesländern wären mindestens 83,70 Euro und höchstens 1 143,90 Euro zu zahlen.

Ob eine Versicherung oder Beitragszahlung in der gesetzlichen Rentenversicherung für Dich in Frage kommt, dass ist im Einzelfall zu prüfen und hängt von Deinen persönlichen Umständen ab.

Tipp:

Wer noch etwas für die Rente tun will und kurz vor der Rente steht, für den kann sich ein freiwillige Einzahlung in die Rentenkasse derzeit lohnen. Mit dem Rentenfaktor kann derzeit keine private Versicherung mithalten. Bei einer längerfristigen Betrachtung kann es dann allerdings Aufgrund der demographischen Entwicklung anders aussehen.

Geförderte Altersvorsorge

  • Basisrente  oder auch Rüruprente genannt.
    • Deine Beiträge zur Rürup-Rente werden steuerlich so behandelt wie die Beiträge zu den übrigen Systemen der Basisversorgung (Gesetzliche Rentenversicherung, Landwirtschaftliche Alterskassen, Berufsständische Versorgungswerke).
    • Damit kann die Rürup-Rente vor allem für gut für Dich sein, wenn Du viel verdienst als Arbeitnehmer oder als Selbstständiger tätig bist.
    • Wie bei der gesetzlichen Rente sind die Verträge nicht beleihbar, veräußerbar oder übertragbar.
    • Sie werden frühestens ab Vollendung des 60. Lebensjahres in monatlichen Raten ausgezahlt.
    • Die Auszahlungen sind entsprechend der Stufenregelung für den Einstieg in die nachgelagerte Besteuerung steuerpflichtig.
    • Rürup-Renten sind nicht von Hartz IV betroffen. Die Ansparungen gelten im Fall von Arbeitslosigkeit nicht als verwertbares Vermögen.
    • Verschiedene Produktkategorien sind möglich, wie z.B. eine klassische Rentenversicherung, ein Fondssparplan oder eine Fondspolice. 
  • Riesterrente für mittelbar Zulagenberechtigte wenn der Ehegatte oder Lebenspartner unmittelbar Zulagenberechtigt ist. Dann kann mit einem Mindestbeitrag die volle Zulage jährlich abgeschöpft werden. 
    • Tipp: Von besonderer Bedeutung ist diese Lösung für mitarbeitende Ehefrauen und geringfügig Beschäftigte. Wer den Pflichtbeitrag zahlt, der erhält nicht nur die Zulage, sondern hat auch Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, Rehaleistungen und erwirbt rentenrechtliche Zeiten.

Privat Vorsorgen für die Rente – Oder besser gleich Vermögensaufbau?

Vermögensaufbau und Rente lassen sich meiner Meinung nach nicht voneinander trennen. Um Zielkonflikte zu vermeiden, ist eine ganzheitliche Betrachtung unerlässlich. Nur so können die Mittel vernünftig eingesetzt werden.

Welche Produktlösung für Dich die richtige ist, hängt von Deinen persönlichen Bedürfnissen und Neigungen ab. Wenn Du  besonders Sicherheitsorientiert bist, dann willst Du  mit Aktien nichts zu tun haben. Auch wenn Dies genau der Fehler ist, den viele machen bei der Planung zum Vermögensaufbau. Wenn Du viel Zeit hast, dann kannst Du mit Aktienfonds sicher viel mehr erreichen. Schwankungen sind auf dem Weg normal. Dein Leben hat ja auch Höhen und Tiefen, oder halt die vier Jahreszeiten. Doch eines ist Gewiss, nach jedem Winter kommt auch wieder der Sommer.

Ein Problem haben alle Versicherungs- und Bankenlösungen, es sind Geldwerte ohne inneren Wert. Wogegen Aktien oder Aktienfonds einen tatsächlichen Sachwert haben.

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