Wie viel Liquidität ist bei einem offenen Immobilienfonds empfehlenswert?

Die Nachfrage nach Immobilieninvestments ist ungebrochen! Warum?

Der Mittelzufluss offener Immobilienfonds im Jahr 2018: Mit rund 6,6 Milliarden Euro pumpten die Anleger eine ähnlich beeindruckende Summe in deutsche offener Immobilienfonds wie im Vorjahr. 

Angesichts der erhitzten Immobilienmärkte fällt es den Fondsmanagern allerdings nicht leicht, für das ganze Geld auch lukrative Investitionsmöglichkeiten zu finden. Als Folge daraus steigt die Liquiditätsquote der Fonds. Das brachliegende und daher praktisch nicht investierte Kapital verwässert die Gesamtrendite, was den Anlegern nicht gefallen kann.

Immobilienfonds Liquidität empfehlenswert

Wie viel Liquidität ist vertretbar und gut? 

Das hat das auf das Segment spezialisierte Berliner Analysehaus Scope errechnet. Die Regel „Je weniger, desto besser“ lässt sich hier nicht anwenden, denn zum einen müssen Mittel für Kaufgelegenheiten vorhanden sein, zum anderen kann es immer passieren, dass Anleger nennenswert Gelder abziehen. Liegt dann zu wenig Liquidität vor, droht eine Schließung des Fonds. Die Scope-Analysten differenzieren zwischen vor und nach Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) 2013 aufgelegten Fonds. Die älteren brauchen mehr Liquidität, da nach damals geltendem Recht höhere kurzfristige Mittelabflüsse möglich sind. 15 bis 20 Prozent halten die Studienautoren für günstig. Bei jüngeren Fonds lassen sich die Mittelabflüsse besser voraussehen, deshalb seien hier 5 bis 10 Prozent angemessen.

Fazit:

Es ist für Dich nicht leicht die Anlagegrundsätze zu befolgen. Die böse „0“ steht an jeder Ecke und will Dich mit tollen Verheißungen locken.

Doch die besten Früchte gibt es nicht im Supermarkt, wohl eher im Delikatessenhandel!

1.) Machen Sie sich über Ihren Anlagehorizont Gedanken:
· Wie viel % des Anlagebetrages benötigen Sie zwingend kurzfristig (1—3 Jahre)?
· Wie viel % des Anlagebetrages sollen mittelfristig (3—7 Jahre) angelegt werden?
· Wie viel % des Anlagebetrages können langfristig für Sie arbeiten (> 7 Jahre)?
2.) Welche Ziele / Wünsche bezwecken Sie mit Ihrer Geldanlage?
3.) Wie viel Rendite (in %) ist dafür notwendig?
4.) Welches Risiko sind Sie bereit für das Erreichen der Anlageziele einzugehen?
5.) Treffen Sie keine Anlageentscheidung, die ausschließlich auf Steuervorteilen oder geringen Kosten
basiert!
6.) Bei der Produktauswahl beachten Sie unbedingt den Grundsatz: „Kaufe was Du verstehst—
verstehe, was Du besitzt!“; Finger weg von nicht nachvollziehbaren, unüberschaubaren Konzepten.
Im Zweifel ist der Bauch der bessere Ratgeber.
7.) Machen Sie nicht den Fehler, bei der Geldanlage der Masse hinterher zu laufen—dann steigen Sie
meist erst dann ein, wenn statt Gewinnen nur noch Verluste möglich sind
8.) Gegen den Strom schwimmen, fällt den meisten Anlegern schwer, bringt langfristig allerdings die
höheren Gewinne.
9.) Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, sondern streuen Sie über viele Anlageklassen. So reduzieren
Sie das Risiko und steigern Ihren persönlichen Anlageerfolg.
10.) Bei Marktturbulenzen gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht panikartig den Kopf zu verlieren. Besprechen
Sie mit Ihrem Berater, ob die gewählten Anlagen in diesem Umfeld zu Ihrer Anlagestrategie
passen.
11.) Mindestens einmal im Jahr gilt es, das Depot zu prüfen—entspricht dieses noch Ihren Wünschen
oder muss es aufgrund von gesetzlichen oder Marktänderungen angepasst werden?
12.) Es ist genauso wichtig, Gewinne auch einmal mitzunehmen, wie sich von Verlustbringern konsequent
zu trennen: „Ein totes Pferd reitet man nicht!“
13.) Aufgrund der Inflationsrate (Geldentwertung) ist es sehr wichtig, seine Geldanlage inflationsgeschützt
anzulegen. Somit gilt: Sachwert vor Geldwert. Zu den Sachwerten zählen Immobilien, Rohstoffe
und auch Aktien. Geldwerte sind Sparbuch, Festgeld oder das Bausparen.
14.) Lassen Sie sich nicht von Garantieversprechen täuschen. Übersetzt bedeuten diese meistens,
dass Sie garantiert nicht mehr erhalten, als Sie ursprünglich investiert hatten, abzüglich der sehr hohen
Kosten.
15.) Lassen Sie sich nicht von Lockangeboten verleiten, sondern betrachten Sie dabei umso intensiver
das Kleingedruckte. Dieses lässt solche Angebote oftmals als unrentabel entlarven.
16.) Das alte Sprichwort „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!“ – gilt oftmals nicht für die Geldanlage.
Es sind vor allem Fondsboutiquen, die wirklich Verantwortung für den Anleger und deren
Gelder übernehmen und somit im Sinne der Investoren handeln.